„Sie steht doch aber in der Oeffentlichkeit, mein Lieber!“
„So – tut sie das? Ich dachte, wir wären uns gestern Nacht nach ihrem Konzert gerade darüber einig geworden, weshalb sie an der Laufbahn einer Bühnensängerin vorbei, in der musikalischen Welt Berlins in der Hauptsache als erste Bildnerin verheißungsvoller Stimmen gilt und sich nur selten zu einer Konzertreise versteht.“
„Gott ja, gestern Nacht! Inzwischen habe ich darüber nachgesonnen und muß gestehen, daß mir die Aufgabe, sie umzustimmen, sehr verlockend erscheint.“
„Sie sind nicht der Erste, der das erkannt und auch versucht hat, Baron.“
„Vielleicht aber der erste Leiter einer hocheingeschätzten Oper, der willig ist, sie sogleich in seinen Verband zu übernehmen.“
„Auch diese Freude muß ich Ihnen leider zerstören. Vor einem halben Jahre, als sie noch lange nicht so weit wie heute gekommen war, machte bereits Ihr Kollege Spartenberg denselben recht energischen Versuch.“
„Sie kennen sie länger, Kurtzig?“
„Ungefähr fünf Jahre.“
„Da werden Sie auch um die Gründe wissen? Sie kennen auch mich. Ich bin verschwiegen. Was käme da in Betracht?“
„Da fragen Sie mich zu viel, Baron.“