„Auch kein neues Konzört-Angaschemang, meine Gnädigste?“
„Wie sagten Sie,“ fragte Eva von Ostried auflauschend und blitzschnell überlegend, daß sie jetzt Geld verdienen müsse und dies am ehesten durch Konzerte vermöchte. Ja, das wäre schön. Da kämen neue Einnahmen zusammen und der Zeitpunkt der ersten ruhevollen Nacht würde näher gerückt. Die weiche Wölbung seines mächtigen Bauches begann sich mit zu freuen.
„Gelt’s, da spitzens? Also, wollen wir nun ’n eingehen. Wenn’s g’fällig ist.“
Sie saßen sich in dem geräumigen Zimmer mit der geschmacklosen Ausstattung der Dutzendräume gegenüber.
„I hätt für den November Neigung,“ meinte er und blätterte in seinem nicht ganz saubern Notizbuch. „Den Ersten, Fünften und Neunten –“
„Den Neunten bin ich bereits versagt, Herr Sendelhuber.“
„Schad’t nix. Sagen Sie wo und bei wem, das andere mach i halt scho. Kleinigkeit.“ Sie sah kühl und sehr hochmütig aus.
„Das gibt es bei mir nicht. Was ich versprochen habe, wird auch erfüllt.“
„S’ sind halt noch a Anfangerin. Ach i über dö damische Konkurrenz weg, mach i scho das G’schäft für uns zwei beid’. Also den Ersten, Fünften und Neunten hab i g’sagt. Am Erst und Fünften hier, wo man Sie bereits kennen tut. Am Neunten in Nürnberg. Und die Einnahm’? Wir teilen’s halt!“
„Nein, das genügt mir nicht.“