„Es wäre mir auch nicht um das Doppelte feil, Herr von Ostried.“
„Soviel allerdings. – Immerhin fordern Sie getrost. Wir werden uns bestimmt verständigen.“
„Es ist unverkäuflich,“ entschied der alte Wullenweber kurz und zornig.
„Sie sind doch aber gar nicht Sammler solcher Dinge! Was kann dies für Sie für einen Wert haben?“
„Den da,“ sagte der Amtsrat einsilbig und legte den Zeigefinger behutsam auf das Pastellbild.
„Sehen Sie,“ frohlockte der andere, „damit wären wir uns schon bedeutend näher gekommen. Dieses Bildnis würde ich sofort für Sie entfernen lassen. Für meine Zwecke entstellt es das Ganze und verringert seinen Wert erheblich.“
„S–o, das wäre also Ihre Ansicht?“
Der Schloßherr neigte sich zu dem Bild herab und schenkte ihm zum ersten mal einige Aufmerksamkeit.
„Wen stellt es dar, wenn ich fragen darf?“
„Frau von Ostried und ihre Tochter Eva.“