Mit einem Schlage verwandelte sich das Gesicht des Majoratsherrn wiederum in das unbeweglich hochmütige. Das Monokle hüpfte mit feinem Klingen gegen einen Kopf des tadellos sitzenden Besuchsrockes. Die blassen, kühlen Augen schauten von neuem wie aus einer Maske. Er nahm die Hacken zusammen und verneigte sich leicht.

„Verzeihung, wenn ich aufdringlich erschienen bin. Sie haben natürlich recht. Ich würde mir das ebenfalls verbeten haben. Nun, mein Agent in Berlin wird ja wohl ein ähnliches Stück auftreiben können.“

Er reichte dem Amtsrat die Hand hin.

„Ich habe Sie ungebührlich lange aufgehalten, Herr Amtsrat!“

Seine Bewegungen waren wieder gemessen und herablassend. Eine jede schien das aufrichtige Bedauern auszudrücken, daß er sich mit dem ungefälligen Nachbar überhaupt eingelassen hatte.

– Der Abschied war schließlich fast hastig.

Wenn es einmal und zwar schüchtern gegen die Küchentür stieß, dann war es Filax, der alte Stubenhund, den ein beständiger Hunger plagte. Wenn es zweimal und zwar mit einem donnerähnlichen Geräusch dagegen krachte, war es der Major a. D. Wullenweber, der die alte Klidderten anschnauzen wollte.

Auguste, die fahrige blutjunge Deern, duckte sich jedesmal bei Beginn des Polterns ängstlich zusammen. Die Mamsell jedoch öffnete unerschrocken, wenn auch voller Behutsamkeit, damit der Draußenstehende nicht etwa von einem heftigen Anprall umgeworfen würde und sagte freundlich: