„Ich will Ihnen genau sagen, wie viel es gewesen ist. Eintausend Mark und kein Pfennig mehr!“

„Nein, nein. Es ist ein ganzes Pack Tausender gewesen.“

„Wenn Sie das eidlich erhärten sollten, gute Pauline.“

„Schwören, meinen Sie doch damit, Herr Rechtsanwalt? Da würd’ ich mich keinen Augenblick besinnen. Wieviel Stück es gewesen sind, das kann ich auf’s Haar nicht wissen. Zehn oder noch ein paar mehr waren es aber auf Ehre und Gewissen. Zehn zum mindesten!“

„Ich will noch etwas arbeiten, Pauline,“ sagte er da ohne weiteren Widerspruch.

Mit ein paar eiligen Schritten war sie neben ihm: „Was Schlechtes dürfen Sie aber nicht von ihr denken, Herr Rechtsanwalt. Sie ist rein wie ein Engel.“

Schwerfällig nahm er in einem entlegenen Winkel seines Arbeitszimmers Platz. Möglichst von der Lampe entfernt, deren greller Schein ihm weh tat. Zum zweiten Male an diesem Tage bereitete er sich zum Schreiben an sie vor. Ach ja, wo war denn der erste Brief geblieben? Genau an dieser Stelle hatte er sich befunden, als er fortgegangen war. Er sprang zu der alten Pauline hinaus.

„Wo haben Sie den Brief von meinem Schreibtische, Pauline?“

„Sie meinen doch den an unser Fräulein?“