„Die Zufuhr von jeglicher Flüssigkeit muß bei dir – nach den Herrn Aerzten – möglichst beschränkt werden. Das Herzchen darf sich nicht überarbeiten.“

Sie zog ein Schmollmäulchen.

„Nur ein einziges Glas, Paulchen. Wir haben uns ja ohnehin schon gegen Mama, den Arzt und den Alten verschworen.“

„Nun, dann will ich ausnahmsweise großmütig sein. Schaden kann es eigentlich kaum. Trinke einen tüchtigen Schluck und dann berichte wahrheitsgemäß von seiner Wirkung.“

Weil sie fühlte, wie sehr sie einer Stärkung bedurfte, leerte sie den Kelch hastig. Er drohte ihr scherzhaft.

„Leichtsinn du! So war’s nicht gemeint.“

Bittend schob sie ihm das schlanke Glas herüber. „Noch einmal, ja?“

„Auf gar keinen Fall, Frau Elfriede.“

„Ich sollte doch Bericht geben. Wie aber vermag ich das. Kaum ein Fingerhut voll war es.“

Er tat ihr mit einem nachsichtigen Lächeln den Willen.