„Nein,“ schrie der Generalleutnant, „denn nach der vollzogenen Eröffnung brauche ich das nicht mehr zu gestatten.“
„Mach’ dich nicht lächerlich, Vetter,“ warf der Besitzer der Herrschaft Kummersbach, Mitglied des Herrenhauses, launig dazwischen und blinkte seinem getreuen Hermann verständnisinnig zu.
„Los... hopp!“
Die Falkenaugen des alten Soldaten blitzten und die Adlernase stach gefährlich in die Luft. Das zurechtweisende Wort erstarb ihm aber auf den Lippen. In diesem Augenblick öffnete sich nämlich zum zweiten Mal die Tür und ließ eine junge, auffallend schöne Erscheinung sehen.
„Um vier Uhr genau ist der Beginn der Verhandlung in jeder Einladung festgesetzt. Wer sind Sie überhaupt, wenn ich fragen darf,“ rief ihr die Exzellenz entgegen.
„Es schlägt soeben vier Uhr,“ sagte die Nahende ruhig und trat dicht an den Ehrenplatz und damit zur Seite des Generalleutnants. Ihr Kopf wandte sich dabei ein wenig nach rückwärts, als lausche sie.
„Hören Sie, bitte.“
Sie hörten es natürlich Alle, aber die meisten glaubten es trotzdem nicht.
„Ich kenne Sie nicht,“ sagte der Generalleutnant wieder, weil er mit einer zwischen Aerger und Bewunderung geteilten Empfindung zu kämpfen hatte.