„Heimlich? Das dürfte nicht zutreffen. Es war vorher mit Jeschko ausgemacht, daß wir abändern wollten. Ihr habt Euch ja in Pausch und Bogen schon längst vorher damit einverstanden erklärt. Mir fiel neben dem Abfassen von der Bekanntgabe des Familientages natürlich auch die Wahl des Anwalts zu.“
Er merkte nicht, daß ihn der Frager nur noch ein wenig fesseln wollte, um mit inniger Schadenfreude zu prüfen, ob seine längst gemachte Feststellung von dem starken Eindruck der schönen Base auf den Egoisten wirklich zutreffe.
„Ich kenne hier nämlich verschiedene sehr tüchtige Anwälte,“ beharrte er eigensinnig, „und denen würde ich gern eine Kleinigkeit zu verdienen gegeben haben.“
„Dieser ist mir ebenfalls warm empfohlen. Ein gewisser Doktor Wullenweber, vereinigt mit dem als sehr tüchtig anerkannten Justizrat Weißgerber. Zudem Neffe meines Klitziger Nachbarn.“ Dann verneigte er sich stumm gegen Eva, ohne ihr die Hand zu reichen und nickte den beiden andern zu.
Sie sah plötzlich starr und bleich aus. Oder veränderte nur der erste fahle Schein der Dämmerung, der gespenstisch durch die steingrünen Vorhänge kroch, ihr Aussehen?
„Die Luft ist hier nicht besonders gut, nicht wahr?“ erkundigte sich der Kummersbacher teilnehmend, als sie jetzt zu Dreien waren.
„Ich muß nach Hause,“ sagte sie tonlos, ohne auf seine Frage zu antworten.
Es erschien ihr alles nebensächlich und phrasenhaft neben dem einen, was sie soeben gehört.
„Dieser Entschluß kommt ein bißchen plötzlich, Kind..“