Mit ein paar Sätzen war Walter Wullenweber bei dem Andern – – ging neben ihm dahin, starrte ihn an wie ein Irrer....

Das war doch – –. Das Gefühl der Atemlosigkeit wich der Befreiung, die zu schön erschien, um bedingungslos an sie zu glauben.

„Herr Rechtsanwalt Wullenweber, nicht wahr?“ fragte eine Stimme, die selbst in dem Augenblick gerechtfertigten Erstaunens noch sanft blieb.

Der schweigsame Dichter von der Familientafel der Ostrieds sah erstaunt zu dem Anwalt auf. Walter Wullenweber suchte nach einer glaubhaft klingenden Erklärung.

„Ich hatte in der Gegend zu tun und hoffte nun auf eine zufällig des Weges daherkommende Droschke.“

Die Notlüge war zögernd und ungeschickt hervorgebracht. Aber Edgar von Ostried-Javelingen kannte kein Mißtrauen. Langsam tastete er sich, nach den traumhaften Stunden, in die Wirklichkeit zurück und lachte leise auf:

„Dann ist es gut, daß mich der Zufall Ihnen in den Weg geführt hat. Das gibt es hier kaum. Wir erhaschen aber bestimmt noch die letzte Elektrische, wenn wir eilen. Nicht wahr, wir bleiben jetzt zusammen, um später, wenn die Bahn uns heraussetzt, ein Stückchen durch die Nacht zu gehen. Ist Ihnen das recht?“

Walter Wullenweber bejahte fast ungestüm. Ein wenig später saßen sie nebeneinander wie zwei alte Freunde.

Walter Wullenweber wartete, daß ihr Name fallen würde.