„Es kommt darauf an, wo Sie wohnen.“
Er nannte eine Straße im hohen Osten.
„Dann haben wir noch eine Viertelstunde den gleichen Weg.“
Schweigsam gingen sie durch die Nacht. Der Regen hatte aufgehört. Sterne waren da und ein schmaler, blasser Mond.
„Herr Rechtsanwalt,“ sagte der Dichter plötzlich leise.
Walter Wullenweber fuhr zusammen. Er hatte die Gegenwart des andern vergessen.
„Verzeihen Sie mir meine Schweigsamkeit. Mir ging so manches durch den Kopf.“
„Das fühlte ich und würde Sie auch nicht gestört haben, wenn die Viertelstunde nicht bald herum wäre. Eine Bitte hätte ich: Werden Sie Eva von Ostried ein wahrer Freund und Berater, wenn Sie es können. Ja? Sie ist sehr einsam und ich bin doch nicht die Persönlichkeit zum schützen. Wollen Sie?“
Walter Wullenweber hielt die feingliedrige Hand des Dichters und preßte sie voller Kraft.