„Aufs Wort.“

„Dann wirst du auch mich völlig beherrschen, Liebster.“

„Und du wirst dich zu deiner Kunst zurücksehnen?“

„Soll ich es dir wirklich wiederholen, du Unersättlicher? Mein Sehnen bist du! Ohne dich wäre mir jenes sagenhafte Märchenschloß nie und nimmer beschert worden.“

„So süß es in meinen Ohren klingt, Liebling. Der Jurist weiß es anders.“ Und er erzählte ihr von jener durch Horst Waldemar von Ostried aufgefundenen grundlegenden Erbfolgebestimmung. Sie hörte aufmerksam zu und brach schließlich in ein helles Lachen aus. Diesmal kam es aus einem schattenlos fröhlichen Herzen.

„Nun verstehe ich endlich den Brief des Regierungsassessors und nunmehr entthronten Anwärters. Das heißt,“ fügte sie verbessernd ein, „jetzt kann er wieder seine alte langweilige Maske vorstecken. Zwei Tage nach dem Familientag erhielt ich ein Schreiben von ihm. Ach so – ich muß noch etwas voranschicken. Er wollte mich nach jener Sitzung heimbegleiten – aber ich hatte kein Verständnis dafür und schickte ihn fort. Darauf nahm er Bezug. Es war ein schöner Brief. Du mußt ihn auch lesen. Inhalt: Ich hätte es ihm angetan und er flehte um meine Huld!“

„Richtig Huld hat er geschrieben?“

„Jawohl! Du, das war sehr diplomatisch. Darunter konnte ich mir allerhand vorstellen. Warte, es geht noch weiter. Wann er kommen dürfe, um sich von meiner Vergebung zu überzeugen und wann vor allen Dingen er mich seinen lieben Eltern bringen könne, die sich herzlich auf mich freuten. Dabei schenkten mir damals besagte liebe Eltern auch nicht die geringste Beachtung.“

„Was hast du ihm geantwortet?“

„Geantwortet? Aber, Liebster?“