„Dann ist es immer noch Zeit, daß ich mich darüber ärgere oder freue.“

„Sie dürfen sich nicht freuen,“ sagte er leidenschaftlich.

„Ich glaube selbst, daß dies mein Schicksal ist.“

„Nicht so! Freude sollen Sie haben, so viel es nur irgend gibt.... Aber... Warum sind Sie so bitter geworden?“

„Sie irren, mein lieber Dichter. Nur abgearbeitet bin ich. Und... werde es in Zukunft noch viel mehr sein. Sehen Sie hier – mein Büchlein ist voller Pflichten. In nächster Woche singe ich zweimal in Dresden. Danach in Weimar. Verhandlungen mit Dessau schweben gleichfalls. Berlin will mich auch. Die Vorbesprechungen, dies ängstliche Aufpassen, daß der Agent nicht den Löwenanteil in die eigene Tasche senkt, ist sehr anstrengend.“

„Ich könnte es nicht.“

„Wenn man ein bestimmtes Ziel vor Augen hat, geht auch dies!“

„Sehnen Sie sich denn nach Reichtum, Eva?“ fragte er.

„Ja, das tue ich!“

Er erblaßte und sah auf seine schmalen, nervösen Hände nieder. „Reich ist er. Sehr reich sogar! Der Kummersbacher sprach von mehreren Millionen...“