„Wie seltsam spielt die Vorsehung. Ich bin geneigt, dies alles als etwas anzusehen, das Eva von Ostried zum Nutzen und Frommen werden muß. Vielleicht lernen Sie sie bald näher kennen und gewinnen sie im Laufe der Zeit ebenso lieb, wie ich es tue.“
„Daran würde ihr kaum etwas gelegen sein. Ich habe herausgefühlt, daß ihr Vater über mich in einem Ton gesprochen haben muß, der weder Vertrauen noch Hochachtung säen konnte.“
„Und dennoch bitte ich Sie in dieser Stunde von ganzem Herzen, unser Sorgenkind nicht aus den Augen zu lassen, wenn sich die Prophezeiung jenes Arztes einmal überraschend schnell an mir vollziehen sollte.“
„Sie werden gemerkt haben, daß ich ein schwerfälliger Mensch bin, Frau Präsident.“
„Einer, hinter dessen schlichtem Wort jedenfalls die Tat steht, Herr Amtsrat.“
„Aber auch ein Weltfremder und Ungeschickter.“
„Sie zögern also?“
„Wenn Weg und Ziel im Dunst liegen, geht die Fahrt gewöhnlich schief. Ich wüßte nicht, womit ich ihr helfen könnte.“
„Das ist mir vorläufig gleichfalls verborgen. Es kann aber sehr wohl kommen, daß sie durch irgend welche Ereignisse hilflos wird. Ich will morgen auch diesen Fall mit ihr besprechen. Sie soll sich an Sie wenden, wenn sie allein nicht mehr weiter kann.“