„Mein Je... wat ist denn mit Ihnen? Sie sehen ja wie ein Geist aus.“

„Ich bin sehr krank,“ sagte Gretchen Müller kaum verständlich. „Dieser Brief muß sofort an die Adresse hier. Bitte, rufen Sie Ihre Tochter...“

„Amanda? Die ist leider nicht da! Kann ich nicht meinen Max schicken?“

„Wie alt ist er?“

„Ostern wird er acht.“

„Nein. Bitte, gehen Sie selbst! Hier, nehmen Sie – für Ihre Tochter.“

Es war ein Halskettchen aus feinstem Silberfiligran.

– – – Mit einem Aechzen sank sie dann auf das Ruhebett ihres einfenstrigen Zimmers, und ihre fieberglänzenden Augen verfolgten gespannt den gleichmäßig vorwärtsrückenden Zeiger der Uhr. Schließlich schlief sie vor Schwäche ein.

Die alte Pauline stand, noch schneeweiß bis in die Lippen, vor Walter Wullenweber und berichtete von dem Unglück, das sie am Vormittag betroffen hatte.