„Wie es gekommen ist? Ich hatte mir einen heißen Stein ins Bett geschoben. Wenn man alt ist, kann man nicht mehr so recht warm werden. Hundertmal hab’ ich das schon gemacht und nie ist was passiert. Nun heute grade. Die Betten sind verkohlt und das schöne Kleiderspind ist ganz hin. Alle Sachen drin sind zu Fetzen verbrannt. Nur ein Kleid ist wie durch ein Wunder verschont, das gute Schwarzseidene, in dem unsere Frau Präsident gestorben ist...“
„Grämen Sie sich nicht darüber, Pauline,“ tröstete Walter Wullenweber.
„Wäre die Flurnachbarin nicht so beherzt gewesen, hätt’ ich Ihnen die ganze Wohnung ausgeräuchert...“
„Freuen wir uns also des günstigen Ausgangs –“
„Nun hab’ ich richtig nichts anzuziehen. Und ich muß doch an ihr Grab. Ihr Geburtstag is...“
„Ich denke, das gute Schwarzseidene ist verschont geblieben? Sagten Sie das nicht soeben?“
Erschrocken wehrte sie ab. „Wo denken Sie hin, Herr Rechtsanwalt?! Das ist mir heilig. Nein, nein....“
„Ihre Frau Präsidentin würde Sie auslachen, wenn sie das gehört hätte..“
„Meinen Sie wirklich?“ Es klang, als leuchte eine scheue Hoffnung durch alle Trostlosigkeit.