„Bei ihrem Andenken schwöre ich dir, daß ich nie aufgehört habe, dich zu lieben. Nur das andere...“ Er stockte.
„Es war sehr hart, aber ich habe es begreifen gelernt.“
„Jetzt mußt du begreifen, daß ich nicht ohne dich leben kann, Eva.“
„Du bildest dir nur ein, daß es so sein müsse. Begreiflich. Glaubst, mir um deiner Schwester willen Dankbarkeit zu schulden. Der Schmerz um sie – – ein wenig wohl auch die Reue – haben dich, den sonst unbestechlich Ehrlichen so weit getrieben. Ich verstehe auch das. Und will – vergessen – –“
„Du sollst nicht, Eva!“
„Wenn ich schon – – vorher vergessen hätte – –?“
Er sah sie fassungslos an. „Lieselott hat mir auch von der Werbung des Waldesruher gesprochen. Solltest du dich bereits vor Ablauf der beiden Wochen für ihn entschieden haben?“
„Ich wollte es tun,“ erwiderte sie sanft. „Aber – – nun wird es wohl doch nicht gehen.“
„Warum nicht?“ drängte er mit neu erwachender Hoffnung.
„Warum? Ach – – das läßt sich schwer ausdrücken. Vielleicht, weil ich mich auch seiner nicht wert fühle.“