Am Abend, wenn die Sternlein all
Zum güldnen Tanz antreten,
Dann falt’ ich fromm die Hände mein
Um für Dein Glück zu beten..
Mitten in den weichen, wundervoll reinen Tönen versagte ihre Stimme. Mit einem erstickten Schluchzen legte sie den Kopf auf die Tasten.
„Was haben Sie, Kind,“ fragte die Präsidentin erschrocken.
„Ich weiß es selbst nicht. Einmal vor langen Jahren war mir ähnlich zumute. Damals brannte in Waldesruh die gefüllte Scheune herunter und der Wind stand so ungünstig, daß alle ein Herüberspringen der Flammen auf unser Schloß fürchteten.“
„Es ist aber letzten Endes glücklich bewahrt geblieben, nicht wahr?“
„Ja – wie durch ein Wunder!“
„Sehen Sie wohl! Auf dies Wunder wollen auch wir hoffen. Das heißt, ich wüßte kaum, aus welcher Not es uns zur Zeit helfen sollte. Der heutige Tag hat Sie ungewöhnlich erregt, Evalein. Das ist verständlich. Es tut mir herzlich leid, daß wir ihn so wenig festlich und würdig zu Ende führen konnten.“