Nur, daß er sich heute überwand und nicht das Geringste tat, um den zarten Keim ihres jungen Vertrauens zu zerstören. Er sprach weiter, als habe er keine Antwort von ihr erwartet:

„Ich wollte Sie nur ein wenig quälen – Ihnen zeigen, daß Sie im Augenblick aus eigener Kraft nichts vermögen.“ Sie wurde unsicher.

„Sie widersprechen sich ja.“

„Weil ich soeben noch von den klugen Geschäftsleuten redete? Das halte ich aufrecht! – Sie warten sozusagen an allen Ecken auf Sie, mein Fräulein. Es kommt lediglich darauf an, daß Sie den richtigen festmachen. Die Wahl muß vorsichtig gehandhabt werden. Zugleich mit diesem Ehrenwerten lauern hundert Fallen, in welche Ihre Unerfahrenheit glatt hineintappt, wenn Ihnen der kühle Berater fehlt.“

Sie seufzte auf, weil sie ihm glauben mußte.

„Ich könnte mich an den juristischen Berater der verstorbenen Präsidentin wenden. Er hat mir seine Hilfe angeboten.“

„Ein Jurist und sei er noch so tüchtig, versteht nichts von all diesen Dingen. – Da gibt es Vorschläge und schließlich Abschlüsse, gegen die kein Paragraph gewachsen ist.“

„Das bestärkt mich in der Notwendigkeit, zu entsagen.“

„Sehen Sie an! So sehr verachten Sie also mich und meine Freundschaft?“

„Sie wollten mir wirklich helfen?“