Er zog sie nach einem der hohen Fenster herüber und zerrte den Vorhang zurück. In dieser Bewegung lag ein Aufbäumen auch gegen vieles andere.

„Nee, mein Kind. Keine Ahnung habe ich.“

„Ich trug es an dem Tage unserer heimlichen Verlobung in Oeynhausen.“

Er lachte verlegen auf.

„Richtig! – Natürlich! – Jetzt sehe ich es. Das sind aber doch höchstens vier Monate her und noch längst kein Jahr. Wo ist also der geschätzte Anlaß zu einer besonderen Feier?“

„Heute sind wir einen Monat Mann und Frau,“ sagte sie leise und konnte nun doch nicht hindern, daß ein runder Tropfen auf das kostbare Gewand fiel. – Er zog ungeduldig die Stirn empor.

„Schön – also einen Monat! Was ist das im Vergleich zu all den Jahren, die hoffentlich noch vor uns liegen. – Also, ich habe dieses hohe Fest verschwitzt. Nimm’s nicht übel. Mir brummt der Kopf. Es gibt doch mehr Arbeit und Schwierigkeiten zu überwinden, als ich anfänglich annahm.“

„Ich störe dich doch nicht etwa bei deinen Studien, Paulchen?“

Er hatte seinen Rufnamen überhaupt niemals gemocht. Dies „Paulchen“, das er ihr nicht abgewöhnen konnte, reizte ihn zuweilen bis zur Tollheit. Jetzt überhörte er es, weil er etwas erreichen wollte.