„Frauengelöbnisse sind unberechenbar, wie eure Eifersucht, Schatz.“

„Hältst du mich für eifersüchtig?“

„Es käme auf die Probe an. Glatt verneinen möchte ich das nicht!“

„Ich würde sie bestehen. Verlaß dich drauf.“

„Lieber nicht. Deine Mutter wohnt ein bißchen zu nahe, Kleines.“

„Wie tief mußt du mich einschätzen, Paul!“

„Bewahre. Riesig hoch sogar. Hätte ich dich denn sonst geehelicht?“

Sie legte mit einer rührenden Gebärde der Demut ihr Gesicht auf seine schlanke Hand.

„Sage so etwas niemals wieder, Paulchen. Wir wollen uns doch fest, ganz fest vertrauen.“ Ihm wollte ein Lachen aufsteigen. Es wurde aber zuletzt ein Hüsteln daraus.

„Wollen wir auch. Natürlich. Aber jetzt komm gefälligst. Ich verspüre einen Bärenhunger.“ Erschrocken drängte sie ihn zur Tafel hinüber.