„Gelt, das hätten wir vor einem Vierteljahr auch noch nicht gedacht?“
„Was denn,“ schnurrte er mit erwachender Behaglichkeit.
„Daß wir so schnell unser Glück erzwingen würden.“
Er nickte mit vollem Mund, denn inzwischen war der Braten gekommen, der, zart und saftig, selbst den größten Feinschmecker befriedigt hätte.
„Wärst du nicht plötzlich nach der schroffen Ablehnung meines Werbens durch die Frau Kommerzienrat, wollte natürlich sagen, deiner lieben Mama, kränker geworden und dadurch jegliche Wirkung der Kur auf dein rebellisches Herzlein in Frage gestellt – wer weiß, wer dann heute an meiner Stelle neben dir säße –“
„Wie wenig du mich im Grunde doch kennst, Paulchen. Fühlst du nicht, daß ich niemals einem andern als dir gehört hätte?“
Er nickte ihr zu.
„Kleines Treues – du!“ Dann begann er zu scherzen und von jener Zeit zu plaudern, weil er genau wußte, daß ihr dies die liebste Unterhaltung war. Seine feurigen Augen strahlten tief in die ihren. Das schmeichlerische weiche Organ machte auch das unbedeutendste Wort zu einer Zärtlichkeit. Seine Laune war plötzlich glänzend.
Ueber den blutroten Rosen und dem blauen Kristall schien die Krone des Glückes, die allein die Liebe gibt, in warmen Glanz zu schweben! – –