In den Keramiksaal zurückkehrend, finden wir in dem Schranke an der Innenwand der Seitengalerie des Glassaales nationale Töpferarbeiten, beginnend mit solchen aus Tirol, Salzburg, Krain und dem mährisch-ungarischen Grenzgebiete. Es folgen sodann galizische und siebenbürgische Töpfereien und solche aus Ungarn, Bosnien, der Türkei, Ägypten, Marokko und Spanien.

[27] Masner, Karl, Die Sammlung antiker Vasen und Terrakotten im k. k. Österr. Museum. Katalog und historische Einleitung 1892.

[28] Falke, J. v., Die k. k. Wiener Porzellanfabrik. Ihre Geschichte und die Sammlung ihrer Arbeiten im k. k. Österr. Museum. Mit 17 Tafeln. 1887.

Folnesics, J. und E. W. Braun, Geschichte der k. k. Wiener Porzellanmanufaktur, herausgegeben vom k. k. Österr. Museum. Mit 42 Tafeln, 1 Markentafel und 147 Illustrationen im Text. 1907.

GLASARBEITEN.

Unmittelbar an die keramische Sammlung schließt sich die Glassammlung an. Die Glaserzeugung, das heißt die Herstellung einer amorphen Verbindung von Kieselsäure mit zwei Basen, die durch Metalloxyde bestimmte Färbung erhält, reicht in das Dunkel vorhistorischer Zeiten zurück. Zahlreiche Proben ägyptischer Glasmacherkunst, die aus den Gräbern ans Licht gefördert wurden, sind Zeugen einer hochentwickelten Technik, die bis in das IV. Jahrtausend v. Chr. zurückreicht.

Die Glassammlung des Museums beläuft sich auf mehr als 2000 Nummern.[29]

Den kunsthistorisch bedeutendsten sowie an Vortrefflichkeit und Zahl der Objekte hervorragendsten Teil bilden die gravierten und geschliffenen böhmischen und schlesischen Glasarbeiten vom XVI. bis gegen Ende des XVIII. Jahrhunderts.

Glasbecher mit Schmelzmalerei, in Silber montiert, holländisch, XVIII. Jahrhundert, 1. Hälfte