Die Pneumo spielte eine japanische Geisha: hellgelb und violett.
Sylvester stürmte als Apache umher und hatte schon drei Gläser Bowle umgeworfen. Eine blaue Apachenbluse schlotterte um seine magere Brust. Um seinen Hals knüpfte sich ein blutroter Schal. Blutrote Strümpfe funkelten aus blauen, rauschenden Hosen. Eine Schirmmütze plattete seinen hohen Kopf ab.
Von den Eingeladenen bewegte sich der Bulgare in Nationaltracht, der Japaner als deutscher Ritter und Minnesänger in einer hastig klappernden Blechrüstung.
Sybil erschien als Sonne. In einem hellen, klaren Kleid.
Es wurde getanzt, gelacht, gesungen, gehustet und auf den Korridoren geküßt.
Um ein Uhr schrie einer: man müsse noch ins „Rößli“ gehen, droben im Dorf. Dort sei Tanzmusik, das sei sicher sehr, sehr amüsant.
Man klatschte und brüllte Beifall.
Den Thorax zog man auf einem Rodelschlitten hinter sich drein.
Sylvester und Sybil sprangen dem Zug voraus, dem der Virtuose Krampski mit Chopins Trauermarsch aufspielte. Im „Rößli“ empfing sie ein betäubender Lärm von Mund- und Ziehharmonikas und stampfenden Füßen. Italienische und schweizerische Arbeiter tanzten mit Dienst- und Ladenmädchen. Dazwischen einige Berliner Kurgäste, Saaltöchter und Soldaten. Eine Kokotte mit einem Greisenkopf, den üblen Hauch ihres verwesenden Mundes mit wildem Parfüm überduftend, hüpfte quer durch den Saal. Sie sang dazu die Marseillaise.
Der Wirt vom „Rößli“ wies den Herrschaften von Schönblick einen bequemern Nebenraum an. Man gelangte von dort nach Belieben in den Saal zum Tanzen, hatte aber die Gelegenheit, unter sich zu bleiben.