Er sagt das schon seit mehreren Jahren und ärgert ihre Eltern damit. Arbeit? Was hätte ihre Tochter arbeiten sollen?
„Soll sie vielleicht Dienstmädchen werden?” fragt der Konsul.
„Dazu taugt sie nicht.”
„Nicht einmal dazu?”
„Nein. Aber streifen Sie ihr die Brillantringe ab und lassen Sie sie im Garten arbeiten.”
„Dazu hab' ich meine gelernten Gärtner. Die arme Fia ist ja immer sehr tätig; jetzt will sie eine Weile recht fleißig sein und dann eine Ausstellung halten.”
„Ach Gott!” sagt der Doktor.
Die beiden Herren sitzen in C. A. Johnsens Kontor, im Doppelkonsulat, und der Konsul kann also den Doktor nicht einfach stehen lassen und seiner Wege gehen. „Meine Tochter ist Ihnen mit ihrer Kunst noch nicht sehr lästig gefallen,” sagt er. „Hingegen haben sich einige Kritiker lobend darüber ausgesprochen.”
„Ja, das kennen wir. Aber was zum Teufel soll das Kind mit seiner Kunst, wenn es krank und elend ist?”
„Das verwächst sich.”