Er sah sie verständnislos an: das hatten sie schon besprochen, nun wollte er nichts mehr davon hören.

„Das weiß ich,” sagte er.

„Und ohne gesunde Glieder und allem andern —”

„Das weiß ich auch,” unterbrach er sie gereizt.

„Nein, so darfst du nicht sein, Oliver!” lockte sie.

Aber als sie merkte, daß er noch mehr Bissiges sagen wollte, runzelte auch sie die Stirn und ging nun plötzlich ohne Umschweife los. „Es nützt nichts, was du sagst, es steht jetzt nicht sehr gut für dich, aber es wird wohl besser werden. Jetzt lege ich ihn hierher, du kannst ihn in etwas verwandeln, es nützt nichts, was du auch sagst, ich lege ihn hier auf den Tisch. Er ist schwer und teuer, ich bin überzeugt, es werden ihn viele kaufen wollen.”

„Was ist es denn? Ach so, der Ring! Ja, leg ihn nur dorthin,” sagte er und nickte.

Sie hätte sich alle Umschweife sparen können, in diesem Augenblick schien er gar nichts dagegen zu haben, den Ring wieder zu bekommen, er war jedenfalls ein Wertgegenstand. Als Petra gegangen war, steckte er ihn sich auf das äußerste Gelenk seines kleinen Fingers und drehte und wendete ihn.

Aber dann wurde er von Rührung übermannt. Ihn verkaufen, den Ring in etwas anderes verwandeln? Nimmermehr! Eher wird er ihn in die Meereswogen versenken. Er wird dieses Andenken sein Leben lang behalten, es an den Sonntagen herausnehmen und es betrachten. Im übrigen dauerte es ja nicht so lange, bis das Leben verging. —