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Dann ruderte Oliver nicht mehr hinaus und fing nicht mehr jeden Tag Fische. Nein, nicht jeden Tag. Es kam wohl daher, daß die Auseinandersetzung mit Petra ihn etwas mitgenommen hatte, er sah sich nicht nach Arbeit um, faßte keinen Entschluß. Die Mutter konnte fragen: „Fährst du heut nicht hinaus? Nein, wohl nicht?” — Und Oliver konnte erwidern: „Hast du keine Fische mehr?” — „O doch, deshalb hab' ich nicht gefragt,” antwortete die Mutter und schwieg.

Ach, aber sie hätte etwas Mehl und allerlei anderes haben sollen: Seife, Kaffee, Lampenöl, Brennholz, Butter, Zündhölzer, Sirup, lauter notwendige Dinge. —

Mattis, der Schreinergeselle, war eifrig dabei, sich ein Haus zu bauen, er dachte wohl an die Zukunft. Eines Tages humpelte Oliver zu ihm hin und ließ den Ring auf seinem kleinen Finger spielen. Die beiden hatten nichts gegeneinander.

Oliver sagte: „Ich hab' für meinen Anbau zwei Türen machen lassen, sie sind bei deinem Meister gemacht worden.”

„Jawohl,” sagte Mattis, „es war im Winter vorm Jahr.”

„Du könntest mir die Türen abkaufen und sie hier einsetzen.”

„Willst du sie verkaufen?”

„Ja. Da ich sie nicht mehr brauche. Ich hab' mich anders entschlossen.”