Plötzlich macht der Konsul die Tür zum Laden auf und sagt zu Berntsen, seinem Geschäftsführer: „Schreiben Sie dem Herrn Doktor seine Rechnung heraus, er hat darum gebeten!”
Aber nachdem Konsul Johnsen diesen Befehl erteilt hat, ist er dennoch nicht fertig mit der Sache; er hat allerlei nicht hergehörige Gedanken im Kopf. Seht, er kann also nicht mehr wie in früheren Zeiten alles leicht nehmen, ein lästiger Hintergedanke kann sich jetzt einstellen und seine Arbeitslust lähmen. Die Berichte müssen warten, Berntsen kann sie übrigens auch schreiben.
Er tritt an den Spiegel, setzt den Hut auf, bemüht sich, sein sorgloses Gesicht von früher aufzusetzen, und wandert mit einigen fertigen Briefen auf die Post.
13
Der Konsul gibt wohl einer bedrängten Stimmung nach, wenn er mitten in der Arbeitszeit sein Kontor verläßt; er sucht Ablenkung. Es ist ein Vorwand, wenn er selbst seine Briefe auf die Post bringt, das tut sonst ein Laufjunge. Es ist ebenfalls ein Vorwand, wenn er auf der Post die Dampferlinien auf den Plänen an der Wand studiert, es geschieht nur, um dem Personal Zeit zu lassen, im inneren Kontor mitzuteilen, Konsul Johnsen selbst stehe draußen.
Mit verwunderten und fragenden Blicken kommt der Postmeister heraus und fragt, ob er dem Herrn Konsul mit irgend etwas dienen könne?
Nein, danke. Doch wenn er Zeit habe, möchte er in den Büchern nach einem eingeschriebenen Brief forschen, er habe einen Scheck enthalten, und der Konsul habe seither nichts mehr davon gehört.
Sie gehen ins innere Kontor, und die Sache wird sofort aufgeklärt; danach unterhalten sie sich. Hier ist es kühl, es riecht ein wenig nach Lack- und Stempelfarbe, und an den Wänden hängen farbige Zeichnungen von Gottes- und Menschenhäusern, von einzelnen Türmen, von einzelnen Portalen, von Friesen, Schnitzwerk, schönen Türen, Kaminen, alles Werke der freien Phantasie. Im Garten vor dem Fenster wiegen einige dichte Fliederbüsche ihre Dolden im Winde.