Es muß etwas Besonderes sein, die Neugierde bekommt die Oberhand bei ihm, die Stiche in seinem Herzen sind nicht mehr so heftig. „Was willst du mir denn da weismachen?” fragt er.

Das ist nun Petras günstigster Augenblick, sich ein wenig kostbar zu machen, sie tut sogar etwas gekränkt und sagt: „Ich will dir gewiß nichts weismachen, ich werde schweigen.”

Oliver mußte einen ganz andern Ton anschlagen, bitten, ehe Petra nachgab. O, aber die Neuigkeit ist doch zu gut, um nicht die erste zu sein, die sie erzählt; Petra kann sie nicht länger für sich behalten. „Es ist Maren,” sagt sie.

„Was ist mit ihr?”

„Maren Salt.”

„Ja, hörst du —”

„Ja, sie liegt zu Bett; sie hat ein Kind bekommen.”

Oliver wußte wohl nicht recht, wie er diese Neuigkeit aufnehmen sollte, jedenfalls war er nun wieder um eine kräftige Auseinandersetzung mit seiner Frau betrogen. Halb ärgerlich sagt er: „Dann hast du also darüber mit ihm lange Reden gehalten?”

„Lange Reden gehalten? Er kam zu seiner Tür heraus und sagte es mir. Er ist ganz verstört.”

„Das geschieht ihm gerade recht.”