„Das hättest du nur probieren sollen!”
„Warum nicht? Er ist so gut und einfältig, es gibt keinen bessern Menschen als Mattis. Das weiß ich gewiß, wer mit dem Mattis verheiratet wäre, der könnte ein Kind nach dem andern ohne ihn bekommen; er würde gar nichts davon verstehen.”
„Das würde dir gefallen ... Geht zu Bett, Kinder!” schreit Oliver plötzlich die zwei kleinen Mädchen an, die sofort verschwinden. Selbst die Großmutter verläßt die Stube. „Ja, das würde dir gefallen,” wiederholt Oliver.
„Mir?” versetzt Petra. „Ist es der Mühe wert, mich zu nennen?”
„Du denkst wohl, du habest zu wenig Vergnügen, du darfst dich am Hafen nicht weit genug herumtreiben?”
„Ich?” fragt Petra lachend. „Hehehe!” lacht sie. „Nein, ich hab' einen Mann, der auf mich aufpaßt. Das weiß ich ganz gewiß.”
Oliver sieht sie mißtraurisch an, ob sie vielleicht ihren Spaß mit ihm treibt, er setzt eine düstere Miene auf.
Aber Petra wickelt ihn um den Finger: „Übrigens,” sagt sie einschmeichelnd, „übrigens solltest du menschlich sein und mich etwas mehr dahin gehen lassen, wohin ich gerne wollte. Ja, das solltest du, Oliver. Denn du weißt, ich tu' nichts Böses, ich seh' mich nur um, seh' mich nur um, gucke in die Fenster und schlendere umher.”
„Es paßt sich nicht für eine verheiratete Frau, die zu den besseren Leuten gehören sollte,” erwiderte Oliver. „Wo wolltest du denn hingehen, auf den Tanzboden? Das will ich gern glauben.”
„Und wenn ich auf den Tanzboden ginge? Wenn ich nur einen Augenblick zusehen würde?”