„Nein, ich weiß es nicht —”
„Wissen Sie es nicht?”
„Ich habe mehr Talent für Sprachen.”
„Sprachen?”
„Philologie.”
„So. Haben Sie da Aussichten? Ja?”
Aber etwas fremd schien es dem Konsul in den Ohren zu klingen; ob er nun dachte, er hätte sich seine moralische Rede sparen können, oder ob er fürchtete, ein Sprachgelehrter könne ihm in Zukunft nicht ebenso nützlich sein wie ein Pfarrer.
Er entläßt den jungen Menschen in netter Weise: „Ja, jetzt muß ich an die Arbeit!” Aber er jagt ihn nicht fort, sondern spricht noch weiter freundlich mit ihm: „Überlegen Sie sich nun, ob Sie nicht doch lieber Pfarrer werden wollen. Ich habe mich ja eigentlich Ihrem Vater und Ihnen gegenüber nicht schlecht benommen, ich benehme mich niemand gegenüber schlecht. Aber was Sie schließlich werden wollen, das müssen Sie selbst entscheiden, ich kann Ihnen nur einen kleinen Rat geben. Adieu, junger Mann!”