Darauf erwiderte Abel: „Nein, ich kann heimgehen und da trinken. Es ist ja ganz einerlei.”

„Durchaus nicht!” rief Klein-Lydia. „Ich will hineingehen und dir Wasser holen,” sagte sie, als ob er ihr ein und alles auf der Welt wäre.

Nachdem er getrunken hatte, redeten sie noch eine Weile miteinander, und ehe er ging, hatte er sie dennoch die verschiedensten Male umarmen und küssen dürfen. Was doch dieser Schmiedknecht für schrecklich geschmeidige und gefährliche Arme hatte!

Er schlenkerte mit den Armen, als er nach Hause ging, ein Herr der Welt, der Auserwählte der Mädchen, der zukünftige Besitzer einer Schmiede. Ja, es gab sich alles. Am liebsten wäre er jetzt allein gewesen, aber als er heimkam, war Besuch da, Maren Salt saß in der Stube.

Außer dem Studenten waren alle anwesend, und es wurde in kurzer Zeit viel gesprochen. Maren Salt hatte es eilig, sie habe nur eine Besorgung in der Stadt zu machen gehabt und habe Lust bekommen, bei den alten Bekannten eben einmal einen Blick hineinzuwerfen. Oliver selbst ließ das eine und andere gewichtige Wort fallen, während der Gast einige Tassen Kaffee trank und Bäckerwaren dazu aß.

„Kannst du denn von Hause weg sein?” fragt Petra. „Schläft der Junge?”

„Nein, das weiß ich nicht. Mattis ist bei ihm.”

„Mattis?”

„Ich kann Mattis den Jungen ruhig anvertrauen.”

„Du willst doch nicht sagen, daß dir Mattis deinen Jungen hütet?”