„Er friert!” ruft er der Mutter zu.

„So, friert er?”

„Ich weiß es nicht und will es auch gar nicht wissen; das ist nicht meine Sache. Aber du sollst ihn nicht hungrig liegen lassen.”

„Er hat keinen Hunger.”

„Meinst du, er weine für nichts und wieder nichts? Und das will eine Mutter sein!”

Maren Salt hat herausgefunden, daß es sich lohnte, gefügig gegen den Schreiner zu sein. „Ich will ihm die Brust geben,” sagte sie.

„Und das ordentlich!” begehrte der Schreiner. „So hab' ich ihn noch nie schreien hören wie heute.”

Dann geht Mattis wieder hinaus in die Werkstatt zu Lehrling und Gesell. Er ist ärgerlich und schämt sich, in der Tür dreht er sich um und sagt zu Maren: „Du mußt ja nicht meinen, ich komme jedesmal zu ihm herein, mir ist es einerlei, wenn er sich totschreit. Aber wir wollen in der Werkstatt, in meinem eigenen Hause kein Kindergeschrei hören. Du kannst ihn da nicht liegen lassen, bis er sich totschreit.”

Damit geht Mattis in die Werkstatt, der Gesell und der Lehrling sind im Begriff zu gehen. Er schilt noch über Maren und das Kind: „He, was man nicht alles erleben muß! Aber nun dauert es auch nicht mehr lange. Ich weiß einen, der davon nichts mehr in seinem Haus wissen will. Wäre nur nicht eine Strafe aufs Hinauswerfen gesetzt, aber es steht eine schwere Strafe darauf, eine von den schwersten. Du weißt das doch auch?” fragt er den Gesellen.

Der Gesell hat keine Kunde davon, findet es aber nicht unwahrscheinlich.