„Ja, wir waren nicht uneinig.”
„Na, sehen Sie!”
„Aber Sie trafen die Abrede.”
„Na ja, darüber wollen wir nicht streiten, ich hab' am meisten geredet, darin haben Sie recht. Ich gab Ihnen mein Versprechen —”
„Sie stellt sich nur ein wenig an!” mag der Rechtsanwalt Fredriksen denken. Aber um sicher zu gehen, will er etwas zur Sprache bringen, etwas verlauten lassen, das ihm eingefallen ist. Diese Maler und Künstler, die ins Haus gekommen sind, könnten ihm das Mädchen wegschnappen, es wäre unglaublich, wenn so etwas geschehen würde, aber jetzt wollte er es andeuten: „Ich hab' Ihnen also meinen Antrag zu Füßen gelegt, und da liegt er. Hm. Wer singt denn da droben auf dem Boden?”
„Das sind die Maler. Sie haben droben ihr Atelier.”
Der Rechtsanwalt lächelt: „Ach, diese Gesellen! Sorglose Seelen, singen und bemalen die Leinwand! Von dem andern rede ich nicht, aber Ihr Schwager ist doch aus gebildetem Hause, ich bin mit seinem Vater auf der Universität gewesen. Wie geht es dem Sohn? So ein junger Mann hat nichts, worauf er zurückgreifen könnte, er hat nichts Rechtes gelernt, hat nicht studiert. Von dem andern will ich gar nicht reden, aber Ihr Schwager hatte doch von Geburt an Aussicht auf eine Zukunft. Na, es kann ja gut gehen, er kann ja hie und da einmal ein Bild verkaufen, ich selbst will ihm später eines abkaufen, und ich werde es Ihnen übertragen, die Auswahl zu treffen.”
„Was —”
„Ja, das will ich,” nickt Herr Fredriksen wie von oben herab, von seiner Höhe. „Ein Bild kaufen und Sie bitten, die Wahl zu treffen. Wollen Sie?”
„Würden Sie mir das anvertrauen?”