„Ach, ich hab' dich gestochen, wie ich seh',” sagte sie ungerührt.

Ja, das schien für sie mindestens so deutlich zu sein, wie für ihn, er lächelte sauer und leckte das Blut ab.

Der kleine Vorfall war indes vielleicht doch nicht ganz ungünstig, er hielt ihn zurück, sonst hätte er am Ende gleich die ärgsten Unmöglichkeiten gesagt.

„Willst du etwas von mir?” fragte sie.

„Erstens,” sagte er, „soll ich in den nächsten Tagen die Schmiede übernehmen!” Und danach sprach er frisch von der Leber weg und übertrieb vieles, eine Menge Fragen, die Klein-Lydia stellte, beachtete er gar nicht. Jawohl, er sei jetzt Geselle, ein ausgelernter Geselle, ebensogut in diesem wie im nächsten Jahr und könne alles tun, was er wolle. Sein Vater habe ihm gesagt, er solle sich für Herd und Wohnung sorgen ... „Das ist doch nichts, um wie eine Gans darüber zu lachen!” sagte er gekränkt.

„Nein,” versetzte sie nachgiebig. Im übrigen aber sei er nicht recht klug, eben konfirmiert, ja, ob er auch wirklich konfirmiert sei?

„Darauf geb' ich dir nicht einmal eine Antwort,” versetzte er.

Ach, du lieber Gott, was er alles daherschwatzte! Und ihre Mutter lachte jedesmal über ihn, so oft sie ihn sah. Wie alt er denn sei?

„Dreiundzwanzig und drei Monate,” antwortete er, und er sah aus, als glaube er an seine eigene Genauigkeit.

Da lachte Klein-Lydia hellauf und fragte wieder: „Wie alt, sagst du? Gott bewahre mich vor dir, Abel!”