In der Stadt traf nämlich ein Mann ein, der brachte alle Geschäftsangelegenheiten in Ordnung, rettete die Firma, setzte die Familienglieder wieder auf ihren rechten Platz, stillte die Krämpfe der Stadt. —
Scheldrup Johnsen kam heim.
Brachte er alle Geschäftsangelegenheiten in Ordnung? Einige brachte er in Unordnung. Ach, das konnte nicht vermieden werden. Die Menschen puffen sich gegenseitig aus dem Wege und schreiten übereinander weg, einige fallen zu Boden und dienen andern als Brücke, einige gehen unter, das sind die, die die wenigsten Püffe aushalten können, und sie gehen unter. Aber die andern blühen und gedeihen. So ist die Unsterblichkeit des Lebens beschaffen. Seht, all dies wußten die Weiber am Brunnen!
Als Scheldrup Johnsen von Neu-Orleans dahergereist kam, schien er nicht sehr weitherzig und sanftmütig aufgelegt zu sein. Dem Geschäftsführer Berntsen gab er zwar kein böses Wort, aber der Vater mußte ihm Rede stehen.
Der Konsul begriff nicht, warum er dafür büßen sollte, hatte man je so etwas gehört, sollte er obendrein noch Vorwürfe bekommen? Er hatte ja Berntsen ausdrücklich gebeten, die Versicherung nicht zu vergessen.
„Aber woran hattest du denn selbst zu denken?” versetzte Scheldrup.
Es verlohnte sich wahrlich nicht, sich mit einem so dummen Sohn auf Erörterungen einzulassen, mit einem so eigensinnigen, modernen Sohne, er kam aus einer andern Welt. Sterling, sagte er; Dollars, sagte er. Er durchstöberte die Bücher des Vaters, als ob es sich nur darum handelte, Fehler darin zu finden, er war nichts als Geschäft. Hatte der Konsul etwa nicht viel, woran er denken mußte, ragte er nicht in der Stadt empor wie ein Turm und war neben vielem andern noch Konsul von zwei Ländern, mußte er nicht seine Berichte zu rechter Zeit einreichen?
Aber jegliche Verteidigung war vergeblich, der Konsul wurde bei dem Zusammenstoß mit dem Sohne kleiner und immer kleiner, er ließ durchblicken, daß er das Geschäft verkaufen wolle. Er habe Fias Zukunft schon gesichert und die Villa verkauft, ihm selbst und seiner Frau könne es gehen, wie es wolle, er würde wohl einige Agenturen bekommen, eine Versicherungsagentur —
Da spielte ein breites Lächeln um Scheldrups Mund, und das sah der Vater. Er fühlte sich in seiner Würde gekränkt und wiederholte, er werde das Geschäft verkaufen, um alles zu bezahlen und ein ehrenhafter Mann zu sein.
Scheldrup erwiderte: „Wir bezahlen nicht.”