Warum denn? Nein, der Doktor wollte nicht. Oliver hätte damals wollen sollen, als der Doktor wollte, nun sei es Unsinn. „Geh' nur wieder heim!”
Oliver war sehr verwundert. Was bedeutete denn das, konnte der Doktor jetzt seine Hüfte entbehren? Er erklärte, er und seine Familie seien in eine arge Klemme geraten, und ein schriftliches Zeugnis von dem Doktor könnte ihnen von Nutzen sein.
„Nein, geh' nur wieder nach Hause!”
Oliver fährt mit der Hand in seine Innentasche und sagt, daß er das Zeugnis bezahlen wolle, er wird der flotte Seemann und sagt, er wolle gerne hundert Kronen dafür geben.
„Hast du hundert Kronen?” fragt der Doktor.
„Jawohl, die hab' ich!”
Aber bei seiner letzten Frage wird der Doktor über seine eigenen Worte ein wenig rot. Woran dachte er? Erinnerte er sich an ein gewisses Versprechen, das er seiner Frau gegeben hatte wegen eines Brillantrings, ein Jugendgelübde, das immer noch nicht eingelöst war? Diese leichte Röte legte sich gar fein über sein Gesicht und verschönte es. Während er die Brille aufsetzt, fragt er: „Also eine Trantonne ist dir damals in die Arme geflogen und hat dir das Bein zerschmettert?”
Oliver ist seiner alten Schwindeleien wegen ein wenig in der Klemme: „Es war eigentlich keine Trantonne, sondern ein Luvbaum, auf den ich rittlings fiel und zerquetscht wurde. Nachher bin ich operiert worden.”
Oliver zieht sich aus, der Doktor betastet ihn, kneift ihn und sagt: „Was willst du eigentlich von mir wissen? Daß du nicht Vater bist? Das weißt du doch selbst.” Und er kann es nicht lassen, etwas überlegen und unfehlbar zu tun. „Das ist mir übrigens niemals verborgen gewesen,” fügt er hinzu.