„Laßt uns geduldig sein wie die Bäume im Walde!” sagt der Schmied Carlsen. Er beurteilt es nun auf seine Weise, er ist begabt, deshalb sagt er nicht viel, aber er gibt sich Mühe, Gott für jeden neuen Tag dankbar zu sein. Es ist, als hätte er in der letzten Zeit nicht einmal mehr das richtige Verständnis für sein altes Handwerk und die täglichen Dinge. Da stehen sie nun in der Schmiede und sprechen miteinander vom Tode des Olaus vom Wiesenrain und von vielem andern. Dann erzählt der Schmied Carlsen von einer Zeit, wo er keine Kohlen bekommen konnte. Er sagt, seine seien zu Ende gewesen und er habe einige Tage mit der Arbeit aussetzen müssen. „In der ganzen Stadt hat es keine Kohlen gegeben, kein Mensch hatte Kohlen. Es dauerte indes nicht viele Tage, da kamen Gott sei Dank wieder Kohlen an, aber es hätte gewiß viel länger gedauert, wenn sie nur bei mir allein gefehlt hätten.”

„Warum denn?” fragt Oliver.

„Viel länger,” antwortet der Schmied leise. „Denn ich hätt' es nicht besser verdient. Um der andern willen ist mir geholfen worden.”

Da stand er wohl mit einer Art weisen Erkenntnis, war freundlich und demütig, ein wenig dumm vielleicht auch, wie so vieles, was Weisheit ist.

„Und wie geht es?” fragt Abel.

„Es geht gut.”

„Dein Schmiedknecht dort tut wohl seine Arbeit?” fragt er scherzend, indem er auf den Maschinenhammer deutet. — „Ja, Gott segne dich und den Hammer!” sagt Schmied Carlsen. „So, es geht also gut!” sagt er.

Dann tritt er ans Fenster und schaut forschend unter die Bank. Abel fragt, ob er etwas suche, und will ihm helfen. Nein, nein, sagt er, er suche nichts, nein, nein. Dann findet er es, und er hat es gewiß die ganze Zeit über gesehen, tut aber, als sei es etwas ganz Unbedeutendes, das er einmal weggeworfen hat; es ist eine kleine Kiste mit verschiedenen Säckchen darin, mit verschiedenen kleinen Säcken.

„Was ist das?” fragt Abel.

Ja, was ist's? Es liegt nur im Wege.