Eines Abends erschien Petra. Oliver meinte zuerst, er sehe nicht recht, sie hatte einen neuen grauen Mantel an, und außerdem konnte doch wohl Petra nicht zu ihm kommen, ihrem früheren Bräutigam, den sie aufgegeben hatte. „Ei, was für ein Besuch!” sagte er etwas verlegen.
„Ich wollte nur einmal ein wenig hereinsehen. Wo ist deine Mutter?”
„Du fragst mich, und ich frag' dich.”
„So. Wer kocht denn für dich?”
„Wer sollte kochen!” antwortete er ausweichend. „Was geht das dich an?” dachte er vielleicht. Da saß sie in einem feinen Mantel, jawohl, aber er schwänzelte nicht vor ihr. „Was ist das zwischen dir und Mattis?” fragte er, um sie zurückzuweisen.
„Mit dem Mattis? Wieso?”
„Er hat deinetwegen geweint,” sagte Oliver mit höhnischem Lächeln.
„Meinetwegen? Du scherzest. Um mich weint niemand.”
Da hatte er sie nun ordentlich in die Klemme gebracht, das zeigte ihr Gesicht; und er sah sie und ihren neuen Mantel noch abweisender an.
„Warum bist du so?” fragte sie, indem sie aufstand.