Er sammelte die Münzen zusammen und warf sie ihr in die Manteltasche.

Dann sprachen sie von seiner Mutter: sie werde wohl bald wieder heimkommen; von seiner letzten Fahrt vor den Inseln draußen: es sei gewagt, in einem offenen Boot so weit hinauszurudern. Er holte die Tassen vom Anbau herein, sie schenkte ihm Kaffee ein, sie selbst habe eben Kaffee getrunken, sagte sie lachend, und nun könne sie nicht noch mehr trinken. Sie setzte sich auf einen Stuhl, der helle Schweiß stand ihr auf der Stirn.

Oliver dagegen fühlte sich allmählich wohl und behaglich; er neckte sie sogar ein wenig mit dem Schreiner, aber ohne Bosheit, zeigte keinen Groll, weder gegen sie, noch gegen ihn. „Ja, es ist wohl etwas zwischen dir und Mattis gewesen?”

„Du schwatzest Unsinn. Zwischen mir und Mattis?”

„Ja, solltest du ihn denn nicht haben?”

„Den Mattis?” Petra schlug die Hände zusammen. Sie verschwor jegliches Techtelmechtel mit Mattis, sie habe ganz und gar nichts mit ihm zu tun, ja, sie machte sich sogar über seine große Nase lustig.

„Das ist doch merkwürdig!” sagte Oliver; aber es war ihm gar nicht zuwider, ihre Versicherungen anzuhören. „Ich hatt' es aber so verstanden,” fuhr er fort.

Petra sah an ihrem Mantel herunter und murmelte: „Es gibt nur einen, den ich jemals in meinem Leben gern gehabt hätte.”

Oliver versank in Gedanken, und plötzlich fragte er: „Bist du noch bei Johnsens in Dienst? Wie ist denn der Scheldrup?”

„Der Scheldrup? Wieso?”