Aber jetzt hatte Petra zu trinken bekommen, vielleicht war sie hungrig gewesen, als sie trank, deshalb konnte sie nicht mehr als ein Glas ertragen, dann wurde sie keck; dann wurde sie unfreundlich und gleichgültig. Seht, wie sie den Jungen wiegt, den kleinen Frank hin und her schaukelt!

Aber das konnte Oliver nicht leiden, o, das wußte sie sehr wohl. Sie stritten sich, und Petra blieb keine Antwort schuldig, sie kümmerte sich auch gar nicht darum, daß die alte Großmutter hereinkam und zuhörte. „Was,” dachte wohl die Großmutter, „streiten sie sich im Ernst?” Sie hörte die junge Frau zu ihrem Manne sagen: „Womit kannst denn du groß tun?”

„Ich?”

„Ja, du. Und daß du dich nicht schämst?”

„Ich bin eben so, wie du mich hier siehst,” versetzte er.

Da lachte sie und erwiderte: „Ja, wenn du wenigstens so wärest!”

Die Großmutter verstand diese Rede nicht, aber sie verwunderte sich über ihren Sohn, der gar nicht auffuhr. Petras Worte waren so sonderbar, was sollte das bedeuten? Und Oliver schwieg dazu.

„Was gibt es denn?” fragte die Alte.

Keines von beiden gab eine Antwort.

Plötzlich fragt Oliver unheilverkündend: „Warum bist du denn hergekommen und hast mich haben wollen? Das versteh' ich nicht.”