Oliver denkt nach und wird verwirrt.
„Bist du nicht heruntergefallen und hast einen Querbalken zwischen die Beine bekommen?”
„Nein.”
So lange hatte Oliver nun von dieser Trantonne geredet, daß er vielleicht selbst an sie glaubte, aber dann war es also keine Trantonne gewesen. Was hatte er mit dieser Lüge erreichen wollen? Wollte er etwas verbergen? Oliver faßt sich und schwatzt weiter. Vom Kapitän sah er gar nichts, und die Matrosen waren zurückhaltend, o, sie hatten wohl in den Briefen von Hause von seinem ganzen späteren Lebenslauf Kunde bekommen; er hatte sich schlecht gemacht, es war genug Klatsch über ihn und sein Haus im Umlauf. Armer Oliver jetzt, selbst als er aus der Tasche die Zeitung mit der Seemannstat herauszog und vorzeigte, machte das keinen größeren Eindruck. Nein, denn jetzt kamen die Angehörigen heran.
In Olivers Augen glimmte es auf. Jawohl, er war dick und wie etwas geistesschwach, aber bisweilen brach eine rohe Verschlagenheit bei ihm durch. Er trat zu Kaspar, seinem Freund und früheren Altersgenossen, und sagte: „Kommt deine Frau nicht, Kaspar?”
„Doch, das wird sie schon,” sagt Kaspar.
„Ja, denn sie ist wohl wieder daheim.”
„Wo ist sie gewesen?”
„Das weiß ich nicht. Sie ist ein Jahr lang fort gewesen. Es hieß, sie sei im Ausland.”
„Was erzählst du da?” fragt Kaspar unbehaglich berührt.