„Die Jungen? Warum?”
„Gestern abend sind sie wieder draußen gewesen. Ich bin manchmal recht in Sorge um sie.”
„Um den Eduard und den Abel? Nein, Jörgen, das ist nicht nötig,” erwidert Oliver und fühlt sich überlegen. „Diesen Burschen geschieht nichts.”
„Sie kommen manchmal so sehr spät heim. Ich wünschte, du gäbest ihnen das Boot nicht.”
„Laß doch die Jungen!” sagt Oliver. „Als ich im Ausland fuhr und in allen Städten der Welt war, hab' ich überall kleine Jungen gesehen, die in einem Boot draußen waren. Du solltest auf den großen Ozean kommen, da springen sie vom Boot aus ins Wasser und schwimmen wie die Aale.”
„Aber dann lernen sie ihre Schulaufgaben nicht.”
Die beiden Väter besprechen die Sache verständig nach beiden Seiten hin, und Oliver ist überdies der erfahrenere von den beiden und ein Weltumsegler; Jörgen kann ihn wohl anhören. Aber plötzlich sagt Jörgen: „Ja, aber es ist nicht ausgeschlossen, daß sie Fische stehlen.”
„Na,” sagt Oliver. Darauf kommt ihm wohl der Gedanke, daß Diebstahl unvereinbar mit seiner neuen Stellung sei, und er bleibt jählings stehen. „Stehlen sie Fische?” fragt er.
„Nicht von den meinen, aber Martin auf dem Hügel klagt über sie.”
„Jetzt werd' ich mit den Jungen reden!” erklärt Oliver. „Jawohl, und dann soll auch ordentlich mit ihnen geredet werden.”