„Im Dienst. Jawohl, Petra, sie hat bei uns gedient.”

„Ja. Und dann haben Sie dem Vater sein Auskommen gegeben. Deshalb meine ich, Ihre Wohltaten gegen die Familie sind sehr groß und sehr zahlreich gewesen. Aber jetzt braucht Frank Hilfe, er braucht sie sofort höchst notwendig, helfen Sie ihm also weiter, Herr Konsul!”

Zuerst war der Konsul durchaus nicht entzückt über dieses Ansuchen, im Gegenteil, er runzelte die Stirne. Er war der Erste in der Stadt, jetzt war er so hoch gestiegen, als er überhaupt steigen konnte, und so hatte er wohl keine Lust, noch größer zu sein, als er war; deshalb sagte er:

„Wenn Sie meine Wohltaten aufzählen — wie Sie sie freundlicherweise nennen — meinen Sie dann, das sei ein weiterer Grund, wieder zu mir zu kommen?”

„Wir möchten so gerne den ersten Namen der Stadt obenan haben, dann versuchen wir es bei andern. Aber wir sind uns ganz bewußt, daß wir jetzt — ja, daß wir jetzt — die Hilfsbereitschaft eines Mannes mißbrauchen, dem es sehr schwer fällt, nein zu sagen.”

„Was soll denn der Junge werden?”

„Er kann werden, was er will, so fleißig und strebsam, wie er ist. Ganz besonders leicht fallen ihm die fremden Sprachen.”

Der Konsul überlegt, er starrt in die Luft und überlegt, dann tut er den merkwürdigen Ausspruch: „Es könnte mißverstanden werden, wenn ich der Familie noch weiter helfen würde.”

„Mißverstanden?”

Nun ändert der Konsul seinen Ton, der Schulvorsteher hat also nicht einmal etwas von einer gewissen Backpfeife gehört. Er sagt deshalb: „O ja, es wird geklatscht, man entblödet sich nicht. Es heißt, ich tue meine kleinen Wohltaten aus lauter Prahlerei,” sagt der Konsul.