Mit einem Mal stand eine Lüge fertig in meinem Kopf. Ich log unfreiwillig, ohne Vorsatz und ohne Hintergedanken, ich antwortete:

Auf dem Sankt Olafsplatz, Nummer 2.

Wirklich? Der Mann kannte jeden Pflasterstein auf dem Sankt Olafsplatz. Dort sei ein Springbrunnen, seien einige Laternenpfähle, ein paar Bäume, er erinnerte sich des Ganzen.... Welche Nummer haben Sie?

Ich wollte ein Ende machen und erhob mich, von meiner fixen Idee mit der Zeitung zum Äußersten getrieben. Das Geheimnis sollte aufgeklärt werden, koste es, was es wolle.

Wenn Sie diese Zeitung nicht lesen können, warum ....

Nummer 2, sagten Sie doch? fuhr der Mann fort, ohne meine Unruhe zu beachten. Ich kannte seinerzeit alle Menschen in Nummer 2. Wie heißt Ihr Hausherr?

Um ihn los zu werden, erfand ich in Eile einen Namen, bildete diesen Namen im Augenblick und schleuderte ihn heraus, um meinem Plagegeist Einhalt zu tun.

Happolati, sagte ich.

Happolati ja, nickte der Mann, und er verlor nicht eine Silbe dieses schwierigen Namens.

Ich sah ihn erstaunt an; er saß sehr ernsthaft da und hatte eine nachdenkliche Miene. Kaum hatte ich diesen dummen Namen, der mir gerade eingefallen war, ausgesprochen, als der Mann sich schon damit zurecht fand und tat, als habe er ihn schon früher gehört. Mittlerweile legte er sein Paket auf die Bank, und ich fühlte meine ganze Neugierde durch die Nerven zittern. Ich bemerkte, daß ein paar Fettflecken auf der Zeitung waren.