Der „Herzog”, sahen Sie es nicht? Genannt der „Herzog”. Kannten Sie die Dame?
Ja, so ungefähr. Kannten Sie sie nicht?
Nein, antwortete ich.
Mir schien, Sie grüßten so tief?
Tat ich das?
He, vielleicht nicht? sagte die „Jungfer”. Das ist doch sonderbar! Sie sah die ganze Zeit auch nur Sie an.
Woher kennen Sie die Dame? fragte ich.
Er kannte sie eigentlich nicht. Das Ganze schrieb sich von einem Abend im Herbst her. Es war spät, sie waren drei muntere Burschen gewesen, kamen eben vom Grand, trafen dieses Menschenkind allein in der Nähe von Cammermeyer und hatten sie angesprochen. Zuerst hatte sie abweisend geantwortet; aber der eine dieser lustigen Kerle, ein Mann, der weder Feuer noch Wasser scheute, hatte sie direkt ins Gesicht gefragt, ob er sie heimbegleiten dürfe. Er würde ihr bei Gott kein Haar auf ihrem Haupte krümmen, wie geschrieben steht, sie nur bis zur Türe begleiten, um sich davon zu überzeugen, daß sie sicher heimkäme, er hätte sonst die ganze Nacht keine Ruhe. Er sprach unaufhörlich, während sie weitergingen, brachte ein Ding nach dem anderen vor, nannte sich Waldemar Atterdag und gab sich für einen Photographen aus. Schließlich hatte sie über diesen lustigen Burschen, der sich durch ihre Kälte nicht hatte verblüffen lassen, lachen müssen, und es endete damit, daß er sie begleitete.
Nun ja, was war dann weiter? fragte ich und hielt den Atem an.
Was weiter? Ach, kommen Sie nicht damit! Sie ist eine Dame.