Entschuldigen Sie! sagte ich und wollte mehr sagen, kam aber nicht weiter.

Die Wirtin öffnete die Türe weit und schrie:

Wenn Sie sich jetzt nicht fortscheren, dann hole ich, Gott verdamm mich, die Polizei.

Ich erhob mich.

Ich wollte Ihnen nur Lebewohl sagen, murmelte ich, und deshalb mußte ich auf Sie warten. Ich habe nichts berührt, ich saß hier auf dem Stuhl....

Ja, das macht ja nichts, sagte der Steuermann. Was zum Teufel schadet das? Lassen Sie doch den Mann!

Als ich die Treppe hinuntergekommen war, wurde ich mit einem Mal rasend gegen dieses dicke aufgeschwollene Weib, das mir auf den Fersen folgte, um mich so rasch wie möglich fortzubringen, und ich stand einen Augenblick still, den Mund voll der wüstesten Schimpfnamen, bereit, sie ihr entgegenzuschleudern. Aber ich bedachte mich zur rechten Zeit und schwieg, schwieg aus Dankbarkeit gegen den fremden Mann, der hinter ihr ging und es hören konnte. Die Wirtin folgte mir beständig und schalt unaufhörlich, während mein Zorn gleichzeitig mit jedem Schritt, den ich machte, zunahm.

Wir kamen in den Hof hinunter, ich ging ganz langsam, noch überlegend, ob ich mich mit der Wirtin abgeben sollte. In diesem Augenblick war ich von Wut ganz verstört, und ich dachte an das schlimmste Blutvergießen, an einen Stoß, der sie auf der Stelle tot hinwerfen würde, einen Tritt vor den Bauch. Ein Dienstmann geht an mir vorbei ins Tor, er grüßt, und ich antworte nicht. Er wendet sich an die Madam hinter mir und ich höre, daß er nach mir fragt; aber ich drehe mich nicht um.

Ein paar Schritte außerhalb des Tores holt mich der Dienstmann ein, grüßt wieder und hält mich an. Er gibt mir einen Brief. Heftig und unwillig reiße ich ihn auf, aus dem Umschlag fällt ein Zehnkronenschein, aber kein Brief, nicht ein Wort.

Ich sehe den Mann an und frage: