Unterwegs begann der Kutscher sich umzusehen, sich hinunterzubeugen und in den Wagen zu gucken, wo ich unter dem Schutzleder saß. War er mißtrauisch geworden? Ohne Zweifel war ihm meine schäbige Bekleidung aufgefallen.
Ich will jemand treffen! rief ich ihm zu, um ihm zuvorzukommen, und erklärte ihm inständig, daß ich diesen Mann absolut treffen müsse.
Wir halten vor Nummer 37, ich springe heraus, eile die Treppen hinauf, ganz hinauf bis zum dritten Stock, ergreife einen Glockenzug und ziehe an; die Glocke drinnen tat sechs, sieben schreckliche Schläge.
Ein Mädchen kommt und macht auf; ich bemerke, daß sie Ringe in den Ohren hat und schwarze Lastingknöpfe an dem grauen Kleid. Sie sieht mich erschrocken an.
Ich frage nach Kierulf, Joachim Kierulf, wenn ich so sagen dürfe, ein Wollhändler, kurz gesagt, man könne ihn nicht verwechseln....
Das Mädchen schüttelt den Kopf.
Hier wohnt kein Kierulf, sagt sie.
Sie starrt mich an, ergreift die Türe, bereit, sich zurückzuziehen. Sie strengte sich nicht an, den Mann ausfindig zu machen; und sie sah dabei wirklich aus, als kenne sie die Person, nach der ich fragte, wenn sie nur nachdenken wollte, das faule Geschöpf. Ich wurde zornig, wandte ihr den Rücken und lief die Treppen wieder hinunter.
Er war nicht da! rief ich dem Kutscher zu.
Nicht da?