Nur noch einmal kam es dazu, daß die beiden über die Kindsleiche draußen im Walde miteinander sprachen. Axel wiederholte noch einmal, sie hätte auf dem Kirchhof begraben und mit Erde bedeckt werden sollen, aber Barbro blieb auch jetzt dabei, daß ihre Handlungsweise ganz recht gewesen sei. Bei dieser Gelegenheit sagte sie etwas, das zeigte, daß auch sie überlegte, ho, und schlau war, und weiter sah, als ihre Nase reichte, ja, daß sie mit einem kleinen ärmlichen Negergehirn dachte: Und wenn es auch aufkommt, dann spreche ich mit dem Lensmann, ich habe bei ihm gedient, und die Frau Heyerdahl hilft mir. Es stehen nicht alle so gut wie ich, und sie werden doch freigesprochen. Und außerdem steht Vater gut mit den großen Herren, er ist Gerichtsbote und alles, was drum und dran ist.

Axel schüttelte nur den Kopf.

Du glaubst es nicht?

Was du dir einbildest, daß dein Vater ausrichten könne!

Was weißt denn du davon? rief sie ärgerlich. Denk daran, daß du ihn ins Elend gebracht hast, du hast ihm seinen Hof und seinen Lebensunterhalt genommen!

Sicherlich hatte sie eine Art Vorstellung davon, daß ihres Vaters Ansehen in der letzten Zeit eingebüßt hatte und daß dies zum Schaden für sie selbst ausschlagen könnte. Was sollte Axel darauf antworten? Er schwieg. Er war ein Mann des Friedens, ein Mann der Arbeit.

3

Als es dem Winter zuging, war Axel wieder der einzige Mensch auf Maaneland. Barbro war gegangen. Ja, das war das Ende. Ihre Reise in die Stadt solle nicht lange dauern, sagte sie. Es sei ja keine Reise nach Bergen, aber sie wolle nicht einen Zahn nach dem andern verlieren und einen Mund bekommen wie ein Kalb. Was das kosten werde? fragte Axel. — Wie kann ich das wissen? erwiderte sie. Dich wird's jedenfalls nichts kosten, ich werde es abverdienen.

Sie hatte ihm auch auseinandergesetzt, warum es am besten sei, wenn sie die Reise jetzt mache; jetzt seien nur zwei Kühe zu melken, bis zum Frühjahr würden noch zwei kalben und auch die Geißen Junge werfen, die Heuernte würde kommen, die Arbeit würde drängen bis über den Juni hinaus. — Tu, was du willst, sagte Axel.