Dann las er vor, was er geschrieben hatte, den Kaufvertrag für den Berg, zweihundert Taler in die Hand und später ordentlich hohe Prozente beim Betrieb oder bei einem Weiterverkauf des Kupferfundes. Unterschreib, hier! sagte Geißler.
Isak würde augenblicklich unterschrieben haben, aber er war kein Schriftkundiger, sein ganzes Leben lang hatte er nur Buchstaben in Holz geschnitten. Ach, und da stand die abscheuliche Oline und sah zu! Er ergriff die Feder, diesen Greuel von einem leichten Ding, neigte das richtige Ende nach unten und schrieb — schrieb seinen Namen. Danach setzte Geißler noch etwas darunter, vermutlich eine Erklärung, und sein Begleiter unterschrieb als Zeuge.
Fertig.
Aber immer noch blieb Oline unbeweglich stehen, ja, eigentlich wurde sie jetzt erst steif. Was würde geschehen?
Stell das Essen auf den Tisch, Oline! sagte Isak, und er war vielleicht ein wenig hochmütig, seit er auf Papier geschrieben hatte. Ihr müßt eben vorliebnehmen, wie wir es haben! sagte er zu Geißler.
Es riecht gut nach Fleisch und Brühe, sagte Geißler. Da sieh her, Isak, hier ist das Geld! — Damit zog Geißler sein Taschenbuch heraus, das dick und strotzend war, er nahm zwei Bündel Banknoten heraus, zählte sie und legte sie auf den Tisch: Zähl selbst! sagte er.
Schweigen. Stille.
Isak! rief Geißler.
Ja. Na ja, sagte Isak, und er murmelte überwältigt: Das ist nun nicht mein Anspruch — nach allem, was Ihr schon getan habt. — Es müssen zehn Zehner und zwanzig Fünfer sein, sagte Geißler kurz. Ich hoffe, es wird einmal viel mehr für dich herauskommen.
Da kam Oline wieder zu sich. Das Wunder war geschehen. Sie stellte das Essen auf den Tisch.