Zachäus richtet sich auf.
»Ich habe deine Zeitung nicht! Scher dich zum Teufel!« sagt er und wird ganz wütend.
Da aber wirft der Koch den kranken Mann an die Erde und fängt an, die Pritsche zu durchsuchen. Er drehte den Strohsack um, ebenso die armselige Decke, ohne zu finden, was er suchte.
»Du mußt sie haben!« dabei blieb er. Und noch, als er gehen mußte und schon ganz auf den Hof hinausgekommen war, wandte er sich von neuem um und wiederholte: »Du hast sie genommen! Aber warte nur, mein Freund!«
Da lachte Zachäus herzlich und boshaft über den andern und sagte: »Freilich habe ich sie genommen. Ich hatte Verwendung dafür, du schmutziges Ferkel!«
Da aber wurde das Papageiengesicht des Kochs ganz dunkelrot und ein unheilverkündender Ausdruck kam in seinen Kanaillenblick. Er sah sich nach Zachäus um und murmelte: »Ja, warte du nur!«
IV
Am nächsten Tag war ein Gewitter, in gewaltsamen Strömen floß der Regen vom Himmel hernieder, peitschte wie Hagelschauer gegen die Häuser und füllte die Wasserbehälter des Kochs schon zu früher Morgenstunde. Die ganze Arbeitsmannschaft war zu Hause; einige flickten Kornsäcke für die Ernte, andere besserten zerbrochenes Werkzeug oder Arbeitergerätschaften aus und schliffen Messer und Mähmaschinen.
Als der Mittagsruf ertönte, erhob sich Zachäus von der Pritsche, wo er saß und wollte den anderen in den Speiseraum folgen. Er ward indes draußen von Polly in Empfang genommen, der ihm sein Essen brachte. Zachäus wandte ein, er habe beschlossen, von nun an mit den anderen zu essen, seine Hand sei besser, er habe kein Fieber mehr. Der Koch antwortete, wenn er das Essen nicht haben wolle, das er ihm bringe, so bekäme er gar nichts. Er warf die blecherne Schale auf Zachäus' Pritsche und fragte: »Ist dir das vielleicht nicht gut genug?«
Zachäus kehrte zu der Pritsche zurück und ergab sich in sein Schicksal. Es war das richtigste, daß er das Essen nahm, das man ihm gab.